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BSG – die Basler Schnitzelbangg Gsellschaft wird 100 Jahre alt 

1920 taten sich in Basel einige engagierte Schnitzelbänggler zusammen und riefen die Basler Schnitzelbangg ­Gsellschaft (Vereinigung Freie Schnitzelbängg) ins Leben. Wir nutzen die Gelegenheit und blicken zurück auf ein Dezennium voller Gesang und Helgen.

D Metzger, Alt Fidelio, Alt Terrir, Zainefligger, Alt Gundelfinge, d Lumpesammler, d Stiifelwiggser und d Rattefänger – so hiessen die acht Schnitzelbängg, die vor 100 Jahren die Basler Schnitzelbangg Gsellschaft (damals noch unter dem Namen Vereinigung Freie Schnitzelbängg) aus der Taufe gehoben haben. Der Ort der Gründung war im Kleinbasel, im heute noch existierenden Restaurant Rebhaus. Erster Präsident war Robert Russenberger. Die Vereinsspitze kümmerte sich von Anbeginn an gut um die Finanzen. Unter anderem schickte man dem Wirteverband ein Schreiben, in dem man bei jedem Wirt, wo man sang, einen Obolus von fünf Franken für einmaliges Singen verlangte. Der eigentliche Start in den Beizen erfolgte dann an der vom 14.–16. Februar 1921 stattfindenden Basler Fasnacht 1921. Aus den Frühzeiten gibt es vor allem eine wichtige Episode zu erwähnen. Im Jahre 1935 – wenige Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs – musste sich der Bundesrat mit einem hitlerkritischen Väärs der Freie Schnitzelbängg befassen. Die dann noch verfügbaren Zeedel wurden in der Folge eingezogen. Die hiesige Obrigkeit legte damit gegenüber Hitlerdeutschland nicht gerade eine mutige Strategie an den Tag. Ein Jahr später änderte die Freie Schnitzelbängg ihren Namen auf Basler Schnitzelbangg Gsellschaft. Auch Logo und Statuten änderten. In dieser Epoche wurden viele Quartiere von den Schnitzelbängg besucht. Ein Zahlenbeispiel mag das verdeutlichen: 1946 gingen 20 BSG-Bängg auf die Piste – die Zahl der Restaurants stieg damals auf 114 an. Heute ist eine solche Zahl unvorstellbar. An der Fasnacht 2020 werden gemäss BSG-Obmann Daniel Flury 20 Auftrittsorte (davon acht im Kleinbasel) angepeilt.

Highlights mit dem Schorsch
Die Basler Schnitzelbangg Gsellschaft hat im Lauf ihres langen Bestehens viel erlebt, natürlich in erster Linie gute Zeiten, aber durchaus auch schwächere Phasen. Spannend ist der Umstand, dass die erste Schnitzelbängglere in der Geschichte der Basler Fasnacht anno 1956 bei der BSG im Einsatz stand. Bereits in den fünfziger Jahren stieg ein gewisser Schorsch vom Haafebeggi II ins Bängglerwesen ein. Doch seinen grossen Durchbruch erlebte der hemdsärmlige Kerl mit dem überdimensionalen Beret dann erst in den siebziger Jahren. Fortan war er in allen Fasnachtsaktivitäten der BSG – sei es im Stadtcasino, auf dem Schiff oder an anderen Orten – der gefeierte Held. An dieser Stelle gibt es dann noch zu betonen, dass es neben der Lichtgestalt Schorsch auch andere bekannte Formationen der BSG (D Rätschbääse, Die Gsalzene, Muffty) gibt respektive gab, die über eine gehörige Portion Witz und Humor sowie über sorgfältig gedrechselte Verse mit einem guten Versmass verfügen und bei ihren öffentlichen Auftritten auf Beachtung stossen. Der mit vielen Überraschungen gespickte Schlussabend der jubilierenden BSG steigt heuer am Samstag, 7. März in den Rasser-Theatern Fauteuil, Tabourettli und Kaisersaal sowie im Hotel Basel (Restaurant Sperber). Billjee gibt es im Internet.
Lukas Müller

www.schnitzelbangg.ch 

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